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Zabriskie Point

Mittwoch, 12. August 2009 · Autor: bdm

zabriskie_point_sceneDie Schlusssequenz von “Zabriskie Point” hat Filmgeschichte geschrieben: zu den hypnotischen Klängen von Pink Floyd zerfetzt Michelangelo Antonioni minutenlang Zivilisationsgüter in ihre kleinsten Einzelteile. Fernseher, Kühlschränke, Kleiderständer, eine ganze Villa fliegen hier in Superzeitlupe in die Luft: radikaler kann man Konsumkritik nicht darstellen. Doch ist dieser Film mehr als die technische Finesse seines Finales – und das ist das Problem. Wo Antonionis bisherige Werke philosophisch leise um die Frage nach dem Wesen der Moderne kreisten, wird es hier mit einem Mal explizit politisch. “Zabriskie Point” ist ein Zeitgeistprodukt, mit einer etwas unreflektiert wirkenden Sympathie für Hippie-Romantik und Protestbewegung. Eine hitzige Studentendiskussion, rasante Flugzeugaufnahmen, ein Love-In im Death Valley – dieser Bilder bleiben im Gedächtnis, doch fehlt ihnen der filmische Zusammenhang. zabriskie_point_coverDazu kommt die ungewöhnliche Schauspielerwahl: sowohl Mark Frechette als auch Daria Halprin sind Laiendarsteller, und das merkt man auch in jeder Einstellung. Es steht außer Frage, dass “Zabriskie Point” einer der schwächeren Filme Antonionis ist. Mindestens einmal im Leben sollte man ihn trotzdem gesehen haben – und wenn’s nur die letzten Minuten sind.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Zabriskie Point Land: USA Jahr: 1970 Regie: Michelangelo Antonioni Darsteller: Mark Frechette, Daria Halprin Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★☆☆☆☆☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 8.0/10 (1 Bewertung eingegangen)
Zabriskie Point, 8.0 out of 10 based on 1 rating

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