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Waterloo

Samstag, 27. Juni 2009 · Autor: bdm

waterloo_sceneDie Schlacht bei Waterloo besiegelte nicht nur die endgültige Niederlage Napoleons sondern markierte auch einen Wendepunkt in der Geschichte Europas. Dieses spektakuläre Schlachtgemälde des sowjetischen Regisseurs Sergej Bondartschuk setzt mit Napoleons Verbannung auf Elba ein, schildert seine Reorganisation der Truppen und gipfelt schließlich in einer ausgedehnten Darstellung des Schlachthergangs. Die letzte Stunde von “Waterloo” ist absolut atemberaubend und bietet die vielleicht größten Massenszenen mit echten Statisten, die jemals auf einer Leinwand zu sehen waren. Opulente Panoramaaufnahmen, ausgiebige Zooms, Kavallerieattacken in Slow Motion – Bondartschuk weidet sich regelrecht an seinen Bildern. Diese Tatsache lässt den pazifistische Ruf aus dem Munde eines sterbenden Soldaten gegen Ende gestellt und geheuchelt wirken – die militärische Begeisterung des Regisseurs ist unverkennbar. waterloo_coverBis auf das etwas in die Länge gezogene Geplänkel zu Beginn ein sensationeller, im besten Sinne des Wortes monumentaler Film: mit Rod Steiger als Bonaparte und Christopher Plummer in der Rolle des Herzogs von Wellington nebenbei bemerkt auch glänzend besetzt.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Waterloo Land: Italien, Sowjetunion Jahr: 1970 Regie: Sergej Bondartschuk Darsteller: Rod Steiger, Christopher Plummer, Orson Welles Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★★★★★☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 8.0/10 (1 Bewertung eingegangen)
Waterloo, 8.0 out of 10 based on 1 rating

Ein Kommentar für "Waterloo"

  1. 1 Neonknight schrieb am Freitag, 17. Juli 2009 um 12:05 Uhr:

    Jeder (Millitär-)Geschichtsfan kommt bei diesem Streifen voll auf seine Kosten. Über 16.000 Statisten (russisches Soldaten) marschieren über das aufwendig nachgebaute Schlachtfeld in reih und Glied.
    Steiger und Plummer spielen hervorragend die zwei Kontrahenten, die sich in einer Art persönlichen Fehde, mit ihren Waffen, jeder mit über 60.000 Soldaten sozusagen “duellieren”.
    Tolle Aufnahmen, aus der Ferne und mitten im Geschehen und eine geniale Slow-mo Szene machen den Film zu einem visuellen Genuss.
    Nur der Anspruch eine Anti-Kriegs Botschaft zu vermitteln geht zwischen den farbenprächtigen Uniformen, Kavallarie-Angriffen und patrotischen Phrasen und Dialogen fast unter.

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