Movies

Vater und Sohn

Mittwoch, 28. Juli 2010 · Autor: Mr. J.

vater_und_sohn_sceneAlexander Sokurow (”Russian Ark”) geht ein altes und sicherlich nicht leichtes Thema mit sehr weichgezeichneten Bildern an. Es geht um die familiäre Trennung, wenn die Kinder flügge geworden sind und nach einem selbstbestimmten Leben streben. Die Szenerie zwischen Vater und Sohn spielt die meiste Zeit in einer kleinen Dachwohnung und wirkt wenig inspiriert. Lose Sätze, die nicht selten schwer in einen Kontext zu bringen sind, fügen sich mit der schönen Musik von Tschaikowski zu einem melancholischen Drama, mit dem sich letztlich nicht viel anfangen lässt. Eine lineare Handlung sucht man vergebens. Viel mehr vermischen sich hier Traum und Realität zu einem diffusen Gefühlbild der Abschiedsnahme. Sicherlich hätten dem Film einige prägnante Punkte gut getan, so dass man es als Zuschauer leichter hätte, in die Gedankenwelt Sokurows einzutauchen. So bleibt man ein wenig ratlos zurück, immer darauf wartend, dass denn jetzt endlich einmal etwas geschieht, was einem den Zugang zur Geschichte eröffnen könnte. vater_und_sohn_coverImmerhin gelingen Sokurow die verträumten Bilder, die man sich bei einem solchen Drama wünscht. Gespielt wird das Ganze interessanterweise von Laien, was man aber zu keinem Zeitpunkt bemerkt.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Otets i syn Land: Russland, Deutschland, Italien, Niederlande Jahr: 2003 Regie: Alexander Sokurow Darsteller: Andrej Shchetinin, Alexej Neymyshew, Alexander Razbash Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★★☆☆☆☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 0.0/10 (0 Bewertungen eingegangen)

Kommentar zu diesem Beitrag