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Transporter 3

Montag, 25. Mai 2009 · Autor: bdm

transporter3_sceneOlivier Megaton war bislang vor allem für’s Fernsehen tätig, “Transporter 3″ ist seine erste größere Regiearbeit. Nach dem restlos verbockten zweiten Teil von Louis Letterrier konnte es ja eigentlich nur noch besser werden, aber auch dieses schale Filmchen leidet am Fluch des Sequels. Jason Statham spielt als Frank Martin die Rolle, die er in so gut wie jedem seiner Film spielt. Dreitagebart, loses Mundwerk, harte Rechte – und der Anzug sitzt. Außerdem: ein weibliches Anhängsel mit endlosen Beinen, knurrige Schlägertrupps, ein paar Franzmänner und Russkis als wandelnde Karikaturen. Es wäre dies nicht die erste Alibi-Handlung für einen Actioner, stellt sich bloß die Frage: welche Action? Ein bisschen Hinter-Einander-Hergefahre, zwei Martial-Arts-Einlagen, ein paar Schüsse zum Schluss. Einmal wird ein Auto per Gedankenkraft in Schräglage versetzt, was blöd aussieht und nach Satire riecht. Doch hat “Transporter 3″ gar nicht die Eier, sich wirklich selbst auf die Schippe zu nehmen. transporter3_coverStattdessen: zähe Dialogszenen, die witzig sein sollen, es aber nicht sind. Ein auf Biegen und Brechen heruntergespultes Standarddrehbuch, samt finaler Klopperei mit dem Oberbösewicht und dem obligatorischen Schenkelklopfer danach. “Bank Job”, “Death Race”, “Transporter 3″ – kein glorreiches Jahr 2008 für Jason Statham.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Transporter 3 Land: Frankreich Jahr: 2008 Regie: Olivier Megaton Darsteller: Jason Statham, François Berléand Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★☆☆☆☆☆☆☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 6.0/10 (2 Bewertungen eingegangen)
Transporter 3, 6.0 out of 10 based on 2 ratings

2 Kommentare für "Transporter 3"

  1. 1 Neonknight schrieb am Montag, 25. Mai 2009 um 13:18 Uhr:

    Tja, Statham ist wohl der Schwarzenegger unserer Zeit. Hauptsache Action.
    Schade eigentlich, finde der Typ hat mehr potential.
    In “Snatch” fand ich ihn noch cool…

  2. 2 bdm schrieb am Dienstag, 26. Mai 2009 um 09:46 Uhr:

    Ihm fehlt die Selbstironie von Schwarzenegger – und schon allein optisch gehört er eher mit Bruce Willis in eine Schublade. Ich weiß nicht, ob er so viel Potential hat. Die Filme an denen er beteiligt ist, leben sicher nicht von seinem Schauspiel, es sind nicht von ungefähr immer dieselben Rollen. Eine Ausnahme gibt es aber: in “London” spielt er einen leidenschaftlichen Masochisten, das ist mal was ganz anderes. Ganz netter Film übrigens, der sich zum größten Teil in einem einzigen Raum abspielt… ein krasser Kontrast zum sonstigen Statham-Action-Kino also, das eher von Tempo und schnellen Ortswechseln bestimmt ist.

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