Tränen der Sonne
Ich gestehe: diesen Film habe ich nur wegen Monica Bellucci angeschaut und meine Erwartungen waren auch nicht gerade hoch. Wenn ein beinharter Lieutenant (Bruce Willis) eine idealistische Ärztin aus den Wirren des nigerianischen Bürgerkriegs rettet, dann stehen die Zeichen nun mal unmissverständlich auf Kitschbombe. Und genau das ist “Tränen der Sonne” auch. Völlig ungeniert drückt Regisseur Antoine Fuqua (”Training Day”, “King Arthur”) auf die Tränendrüse, und er kann das sogar richtig gut. Barbarische Dorfmassaker und tränenüberströmte afrikanische Flüchtlingsgesichter dienen als Kulisse für eine hauchzart angedeutete Romanze zwischen den beiden vom Schicksal aneinandergeketteten Hauptfiguren. Besonders eingefleischte Anti-Amerikanisten (zu denen ich mich nicht zähle) dürften hier voll auf ihre Kosten kommen, beschwört der Streifen doch in pathostriefenden Bildern den Ehrenkodex der Seals und die moralische Stärke des besoldeten Feuerwaffenträgers.
Es ist einer dieser Filme, in denen keiner zurückgelassen wird und aufrechte Soldaten zu schwülstiger Musik in den Armen ihrer Kameraden die letzten Worte ins dichte Grün des Dschungels röcheln. Technisch auf höchstem Niveau, doch was den Plot angeht eine einzige Aneinanderreihung ausgelutschter Kinoklischees.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Tears of the Sun Land: USA Jahr: 2003 Regie: Antoine Fuqua Darsteller: Bruce Willis, Monica Bellucci, Cole Hauser, Eamonn Walker, Nick Chinlund Weitere Infos: IMDB, Amazon
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