The Last Lullaby
Ein ehemaliger Auftragskiller, Marke “Einsamer Wolf”, wortkarg und schlaflos. Ein hochdotierter Auftrag, der letzte, natürlich. Dann eine Liaison mit der Zielperson, durch die die Karten nochmal ganz neu gemischt werden. Zugegeben – dieser Film ist sich für kaum ein Klischee zu schade. Trotzdem gibt es zwei gute Gründe, sich “The Last Lullaby”, das im winterlichen Louisiana spielende Debütwerk von Jeffrey Goodman, anzusehen. Der erste ist das gut funktionierende Hauptdarstellerduo Sasha Alexander (”Rizzoli & Isles”) und Tom Sizemore (”Heat”), wobei gerade letzterer mit mimischem Minimalismus die größtmögliche Wirkung erzielt und dem Killer eine Aura der unterschwelligen Bedrohung verleiht, die selbst bei seinen ungelenken Annäherungsversuchen noch durchscheint. Der zweite ist die Tatsache, dass sich “The Last Lullaby” mit einem Budget von nur fünf Millionen Dollar sehr viel ehrlicher als viele breit beklatschte Reanimationsversuche der jüngeren Zeit zur Traditionslinie des klassischen Film noirs bekennt. Jenes Genres also, das in weiten Teilen nun mal ein B-Movie-Phänomen war und als solches von Film zu Film oft nur minimal variierte
gesellschaftliche Randfiguren in die Abgründe einer kalten, harten Welt verstrickte. Genau diesen Geist atmet “The Last Lullaby” – und wenn nur die Handlung nicht ganz so spärlich ausgefallen wäre, könnte, ach was, müsste man hier fast von einem kleinen Geheimtipp sprechen.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: The Last Lullaby Land: USA Jahr: 2008 Regie: Jeffrey Goodman Darsteller: Tom Sizemore, Sasha Alexander, Sprague Grayden Weitere Infos: IMDB, Amazon
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