The Big Red One
Mit einer sehr ästhetischen Anfangsequenz in Schwarzweiß läutet Samuel Fuller “The Big Red One” ein, einen viel zu lang geratenen Kriegsfilm, dem ein paar ordentliche Schnitte gut getan hätten. Über 156 Minuten wird eine kleine Eliteeinheit von Scharfschützen begleitet, die nach dem Kriegseintritt der Amerikaner im 2. Weltkrieg zum Zuge kommt. So wirkt der Plot nicht selten wie eine Aneinanderreihung von Tagebucheinträgen, in denen von Nordafrika über die Normandie und so manches andere Schlachtfeld alle von der Einheit absolvierten Stationen genauo verzeichnet sind. Angeführt von einem Veteranen aus dem 1. Weltkrieg (Lee Marvin), der sein junges Team zu Höchstleistungen anpeitscht, schlägt sich die kleine Gruppe durch die Lande – der Ansatz als solcher ist natürlich nicht uninteressant. Wo der Sergeant noch ansprechend agiert, wirken die restlichen Schauspieler leider seltsam blass und auswechselbar. Neben der überlangen Spielzeit sorgt besonders dieser Umstand dafür,
dass “The Big Red One” das gewisse Etwas fehlt, dass ihn von anderen 08/15-Kriegsfilmen unterscheiden würde. Leider hat Fuller auch auf die üblichen Klischees (böse Deutsche / gute Amerikaner) nicht verzichtet, was manchmal zu albernen Situationen führt und einen alles andere als realistischen Eindruck macht.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: The Big Red One Land: USA Jahr: 1980 Regie: Samuel Fuller Darsteller: Lee Marvin, Mark Hamill, Robert Carradine Weitere Infos: IMDB, Amazon
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