Tage des Zorns
Dänemark zu Zeiten des 2. Weltkrieges: Das ganze Land ist von deutschen Truppen besetzt, die einheimische Bevölkerung hat wenig dagegen zu setzen. Die einzige realistische Möglichkeit ist der Partisanenkampf, mit dem zumindest hier und da die Nerven der Eindringlinge getroffen werden können. Die Widerstandskämpfer Flammen und Citronen gehen besonders rabiat vor und schießen den verhassten Gegner bei ihren gezielten Attentaten humorlos über den Haufen. Wie so oft befindet sich der eigentliche Feind auch in den eigenen Reihen, was die beiden aber nicht davon abhält ihre Tapferkeit, die nur noch von ihrem unbedingten Willen überboten wird, unter Beweis zu stellen. Die Story, die Ole Christian Madsen hier erzählt, hat es ganz schön in sich. “Tage des Zorns” ist weit von irgendwelchen sentimentalen Kriegsdramen entfernt und setzt lieber auf recht direkte Bilder. Der Rahmen des Films ist natürlich nicht mit großen Hollywood-Produktionen zu vergleichen. Fast schon kammerspielartig spielen die meisten Szenen in den nur wenigen Räumlichkeiten, nur um dann regelmäßig von Gewaltausbrüchen unterbrochen zu werden. Hier hätte man sich mehr Abwechslung und auch ein bisschen mehr Spannung erhofft. Gerade die hat es mit der zu lang geratenen Spielzeit allerdings nicht leicht.
Trotzdem hat man es bei “Tage des Zorns” im Ganzen gesehen mit einem feinen kleinen Kriegsdrama zu tun, das mit seinen beiden Hauptdarstellern Mads Mikkelsen und Thure Lindhardt auch von schauspielerischer Seite aus etwas zu bieten hat.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Flammen & Citronen Land: Dänemark, Deutschland, Norwegen, Frankreich, Schweden, Finnland, Tschechien Jahr: Regie: Ole Christian Madsen Darsteller: Thure Lindhardt, Mads Mikkelsen, Stine Stengade Weitere Infos: IMDB, Amazon
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