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Sprung in den Tod

Mittwoch, 31. März 2010 · Autor: bdm

sprung_in_den_tod_sceneEigentlich ist “White Heat” ein sehr konventioneller Gangster- und Gefängnisstreifen. Die Geschichte um den cholerischen Bandenchef Arthur “Cody” Jarrett, der durch einen Polizeimaulwurf zur Strecke gebracht wird, hat nichts wesentlich Neues zu bieten, die Kameraarbeit ist unspektakulär, der Score durchgehend mittelmäßig und unauffällig. Eigentlich. Denn der vor allem durch Western und Historienfilme bekannt gewordene Regisseur Raoul Walsh hat zwei andere Asse im Ärmel. Zum einen ist da natürlich Hauptdarsteller James Cagney, der fast 20 Jahre nach seinem Durchbruch mit dem legendären Unterweltepos “The Public Enemy” wieder einen großen Mobster gibt und dabei darstellerisch bis an seine Grenzen geht. Zum anderen, und hier wird ein gewisser Einfluss des film noir erkennbar, lässt das Drehbuch genug Raum für einen ungewöhnlichen, ambivalenten Charakter. Denn Cody ist nicht nur ein hochgradig aggressiver, durchtriebener Anführer – er hat auch einen ausgeprägten Mutterkomplex und leidet unter rätselhaften Anfällen. Diese explosive Mischung macht nicht nur die Hauptfigur, sondern den ganzen Film aus, sprung_in_den_tod_covervon dem man sich gerade deswegen bildsprachlich mehr Kreativität gewünscht hätte. Immerhin lässt das Grande Finale keine Wünsche offen: von seinen Kumpanen im Stich gelassen und in die Ecke getrieben wie ein Tier, legt Cody in einer Raffinerie mit einem gellenden “”Made it, Ma! Top of the world!” einen wahrhaft donnernden Abgang hin.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: White Heat Land: USA Jahr: 1949 Regie: Raoul Walsh Darsteller: James Cagney, Virginia Mayo, Edmond O’Brien Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★★★☆☆☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 8.5/10 (2 Bewertungen eingegangen)
Sprung in den Tod, 8.5 out of 10 based on 2 ratings

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