Spider-Man 2
Wenn etwas immer gut läuft, dann sind das Comic-Verfilmungen. Die meisten der bekannten Helden wurden schon auf die Leinwand gebannt und im Falle von Spider-Man reichte es sogar noch für einen zweiten und mittlerweile sogar dritten Teil. Kurz gesagt: diese Fortsetzungen hätte sich Sam Raimi getrost sparen können. Furchtbar öde und altbacken, vorrangig der abgedroschenen Dialoge wegen, schwingt sich der Spinnenmann (Tobey Maguire) durch die Häuserschluchten, um seinen neuen Widersacher Doc Ock (Alfred Molina), der von seinen riesenhaften Greifarmen beherrscht wird, das Handwerk zu legen. Dazu kommt noch eine unsagbar nervige Liebesgeschichte mit seiner Angebeteten Jane (Kirsten Dunst), die zu allem Übel noch den größten Teil des Plots einnimmt, nicht zu vergessen natürlich die obligatorischen Selbstzweifel des Helden. Soll ich nun meiner Bestimmung folgen oder doch alles für Jane aufgeben? Was würde die Bevölkerung sagen, wenn ich, der Mutant, auf einmal nicht mehr die Verbrecherstatistik in den Keller drücken sondern stattdessen bei der Bäckerei um die Ecke genüsslich einen Kaffee schlürfen würde? Der arme Mann hat es also wirklich nicht leicht und das Leben als Superheld bereitet eben nicht nur Annehmlichkeiten. “Spider-Man 2″ ist typischer Edelschrott – da kann ein aalglatter Maguire noch und nöcher versuchen, mit seinem nervtötenden Rehaugenblick Tiefe zu suggerieren. Ja, ich habe Probleme, aber bitte habt mich trotzdem lieb. Wenn die Selbstdemontage
wenigstens durch Selbstironie unterhalten würde, könnte man über die vielen, sich unbarmherzig aneinanderreihenden Schwächen ja noch hinwegsehen. Diesen Gefallen tut einem Sam Raimi nicht. Das Beste an “Spider-Man 2″: das man ihn nach dem Abspann sofort wieder vergessen hat. Folgeschäden somit ausgeschlossen. Danke.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Spider-Man 2 Land: USA Jahr: 2004 Regie: Sam Raimi Darsteller: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Alfred Molina Weitere Infos: IMDB, Amazon
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