Reindeer Games
Die altmodische Söldnerballade “Ronin” hatte schon was, doch gleich im nächsten Film huldigt Regisseur John Frankenheimer wieder dem absoluten Mainstream. “Reindeer Games” ist bis zur letzten Kameraeinstellung ein typischer Vertreter des Actionkinos der 90er: eindimensionale Figuren, verstreute Gags, später beim Finale dann viel Geschwätz mit vorgehaltener Waffe, hirnrissige Wendungen und ein paar Explosionen. Man kennt’s ja. Ben Affleck in der Hauptrolle ist ein schlechter Witz: den ausgebufften Ex-Knacki nimmt man ihm nicht eine Sekunde ab – und irgendwie wird man dass Gefühl nicht los, dass er das tief drinnen auch weiß. Seine Gegenspieler stellen sich etwas besser an. Gary Sinise lässt einen Standardbösewicht springen, Danny Trejo und Clarence Williams III haben die Coolness sowieso mit Löffeln gefressen und machen das Beste aus ihren Rollen als Handlanger. Charlize Theron? Sieht wie immer prächtig aus, darf sonst aber nicht viel zeigen und gibt damit die perfekte Filmpartnerin für Herrn Affleck ab.
Nebenbei bemerkt ist die Bezeichnung Actionthriller in diesem Fall auch eher Augenwischerei. Der erste Schuss lässt eine geschlagene Stunde auf sich warten und erst ganz am Ende kommt ein bisschen Bewegung in den Film. Wie die dann allerdings aussieht – siehe oben.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Reindeer Games Land: USA Jahr: 2000 Regie: John Frankenheimer Darsteller: Ben Affleck, Charlize Theron, Gary Sinise Weitere Infos: IMDB, Amazon
Redaktion:










Kommentar zu diesem Beitrag