Movies

Persona

Sonntag, 13. September 2009 · Autor: Mr. J.

persona_sceneElisabeth Vogler (Liv Ullmann), eine bekannte Schauspielerin, verstummt ohne Vorwarnung mitten in einer Vorstellung. Körperlich und geistig ist sie absolut im Soll – dies prognostizieren zumindest die Ärzte -, so dass es keinen Grund gibt, sie länger im Krankenhaus oder der Psychiatrie zu behalten. Zur Genesung wird Elisabeth mit der unbekümmerten Krankenschwester Alma (Bibi Anderson) auf eine kleine abgelegene Insel geschickt. Hier soll sie zu sich finden und, wenn möglich, auch wieder zum Sprechen animiert werden. Ein weiteres Mal schickt sich Ingmar Bergman an, tief in die menschliche Psyche und Seele einzutauchen. Perfekt beschreibt er die Charaktere seiner Protagonistinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum besseren Verständnis des Geschehens und der jeweiligen Gemütszustände bedient er sich interessanter Bilder, die, immer wieder mit verstörender Musik unterlegt, die Handlung kreuzen und ihren Höhepunkt im finalen Monolog, einem wahren Geniestreich, finden. “Persona” ist mit Sicherheit kein einfach zu verstehender Film, den man mal eben so mitnimmt. Ganz im Gegenteil dürften wohl mehrere Sichtungen vonnöten sein, persona_coverum das Werk in seiner ganzen Komplexität zu begreifen. Gerade diese Vielschichtigkeit macht aber auch einen herausragenden Film aus, vor allem, wenn das Ganze auch wirklichen Sinn macht und mehr bietet als eine zwar kunstvolle, aber mit Inhaltsleere geschlagene Story. “Persona” ist ein meisterhaftes Psychogramm, wie es kein zweites gibt.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Persona Land: Schweden Jahr: 1966 Regie: Ingmar Bergman Darsteller: Bibi Andersson, Liv Ullmann, Gunnar Björnstrand Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★★★★★★★ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 9.3/10 (3 Bewertungen eingegangen)
Persona, 9.3 out of 10 based on 3 ratings

Kommentar zu diesem Beitrag