Ocean’s Eleven
Eigentlich war das Thema Casino-Heist-Movie schon mit Henri Verneuils “Mélodie en sous-sol” (dt. “Lautlos wie die Nacht”) aus dem Jahr 1963 endgültig durch. Alain Delon und Jean Gabin als Edelgauner unter den Palmen von Cannes – wer sollte das noch toppen? Mit Steven Soderbergh fühlt sich nun einer der Besten des amerikanischen Mainstreamkinos dieser Aufgabe gewachsen – auch wenn “Ocean’s Eleven” nur ein Remake des gleichnamigen Kassenerfolgs aus den 60ern ist. Und eines der schlaffördernden Sorte obendrein. Der Film verdankt das wenige, das er hat, vor allem seinem Starrudel, dass hier, in gut sitzenden Anzügen und überzogener Coolness im Lichtermeer von Vegas den ganz großen Coup landen will. Der Beutezug geht in geradezu spielerischer Leichtigkeit vonstatten, es gibt die ein oder andere Staunvorlagen für die Fraktion der Gadget-Geeks und zum jubelnd-trubelnd-heiteren Ende sitzt auch die umgirrte Henne im Korb (Julia Roberts) wieder neben dem Kampfhahn ihres Herzens. “Dem unglaublichen Staraufgebot merkt man den Spaß bei jeder Szene an”, so lügt das DVD-Backcover.
Nennen wir das Kind ruhig beim Namen: so wie Soderbergh und seine millionenschwere Akteurriege sich hier von einem zahnlosen Gag zum nächsten hangeln, hätte es zu “Ocean’s Twelve” und “Oceans’s Thirteen” niemals kommen dürfen.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Ocean’s Eleven Land: USA, Australien Jahr: 2001 Regie: Steven Soderbergh Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon Weitere Infos: IMDB, Amazon
Redaktion:










Bester Film der Reihe. Aber besonders finde ich ihn auch nicht.
Einzig allein das Darstelleraufgebot rettet den Film vor Mittelmäßigkeit.