Noise
New York ist nicht nur eine der größten Städte der Welt, sondern wohl auch eine der lautesten. Hupen, Sirenen, Geschrei, Geheul und das nimmerendende menschliche Geplapper bilden eine Nonstop-Geräuschkulisse, die einem ganz schön auf die Nerven gehen kann. Im Falle von David Owen (Tim Robbins) tun das besonders die Autoalarmanlagen. Diese sind nicht nur laut, sondern jaulen schier endlos ihr trauriges Lied, bis sich schließlich jemand erbarmt sie endlich abzustellen – oder eben auch nicht. Die Polizei kümmert das genauso wie die allermeisten Bewohner der Stadt herzlich wenig. Der Mensch gilt ja nicht umsonst als Gewohnheitstier. Aber davon lässt sich Owen nicht beirren und beginnt einen Krieg gegen den Lärm und die ignoranten Stadtmenschen. Leider hat sich auch Regisseur Henry Bean nicht davon beirren lassen, den gewählten Weg bis zum bitteren Ende zu beschreiten. Anfangs sieht sich die Geschichte nämlich ganz nett an. Im Stile von “Falling Down” baut sich der Irrsinn – passend gespielt von Tim Robbins –
immer weiter auf…. tja, um dann irgendwann völlig belanglos und immer lahmer zu werden. Wenn man schon eine Gesellschaftsatire abdreht, dann sollte diese über einen gewissen Biss verfügen und nicht in konformistischer Hasenfüßigkeit auf halber Strecke verharren. So stellt man sich mal wieder die Frage, für welches Publikum der Film eigentlich gedacht ist.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Noise Land: USA Jahr: 2007 Regie: Henry Bean Darsteller: Tim Robbins, William Hurt, Bridget Moynahan Weitere Infos: IMDB, Amazon
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