Jacknife
Der wahre Krieg, so scheint es, beginnt für einen Soldaten erst, wenn er versucht, nach einem Einsatz wieder zuhause Fuß zu fassen. Oft bleiben als Freunde nur der Alkohol und diverse Gleichgesinnte in Selbsthilfegruppen. Die Welle der “Heimkehrerfilme” aus dem Irak oder Afghanistan ist gerade erst angelaufen. Über den Vietnamkrieg gibt es dagegen schon eine ganze Menge an Filmstoff. Oft halten sich Licht und Schatten in diesen Filmen die Waage und auch “Jacknife” von David Jones findet sich irgendwo genau in der Mitte. So können die beiden Veteranen Dave (Ed Harris) und eben Jacknife (Robert de Niro) nicht recht damit fertig werden, dass einer ihrer Freunde den Weg ins heimische Amerika nur in einem Sarg antreten konnte. Dave flüchtet sich in Alkoholexzessen, während Jacknife dem Ganzen etwas Gutes abgewinnen bzw. endlich einen Schlußstrich unter das Geschehene und Gesehene setzen möchte. Da trifft es sich nicht schlecht, dass Dave eine hübsche Schwester hat, in die sich Jacknife auch gleich verliebt. Das Ende dürfte absehbar sein. Eigentlich bietet der Film recht wenig Neues und gibt sich mit einer sehr überschaubaren Handlung schnell zufrieden.
Tiefe wie in z.B. in “Jacob’s Ladder” oder “The Deer Hunter”, wie dessen kleiner bzw. sehr kleiner Bruder “Jacknife” manchmal wirkt, sucht man hier jedenfalls vergebens. Darüber täuscht auch die ansprechende und routinierte Performance von Robert de Niro oder Ed Harris nicht hinweg.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Jacknife Land: USA Jahr: 1989 Regie: David Hugh Jones Darsteller: Robert De Niro, Kathy Baker, Ed Harris Weitere Infos: IMDB, Amazon
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