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Human Traffic

Montag, 12. Oktober 2009 · Autor: bdm

human_traffic_sceneAußer einem langweiligen Arbeitsalltag hat eine Jugendclique aus der walisischen Hauptstadt Cardiff nur sich selbst – und jedes Wochenende 48 Stunden Zeit, um so richtig die Sau rauszulassen. “The coolest film of the year” (Cover) ist “Human Traffic” zwar nicht unbedingt, aber auf alle Fälle eine laute, schnelle und auch ein bisschen ironische Liebeserklärung an die Raveszene auf der Insel. Im Grunde zeigt der Film nur, was Millionen Clubgänger in den exzessiven Neunzigern so oder so ähnlich auch erlebt haben – nur eben ein bisschen durchgedrehter, irgendeine Daseinsberechtigung muss der Film ja haben. Es wird in einem Irrsinnstempo geplappert und gelacht, so einiges an bewusstseinserweiternden Substanzen eingeworfen, bis zur Erschöpfung getanzt und als krönender Abschluss noch ein bisschen gebumst. Eine wirkliche Handlung gibt es nicht: vorhersehbar, dass die Luft da irgendwann raus ist. Nach dem starken Beginn mit seiner lustigen, einfallsreichen Einführung der übertrieben feierwütigen Figuren sackt “Human Traffic” ausgerechnet bei den Discoszenen ziemlich ab. human_traffic_coverAn der pushenden Musik von u.a. Armand van Helden, Fat Boy Slim und Carl Cox (der auch in einer kleinen Rolle zu sehen ist) liegt das sicher nicht. Aber man kann sich nun mal Interessanteres vorstellen, als ein paar Technojüngern in ausgedehnten Szenen beim Tanzen und Spasshaben zuzuschauen.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Human Traffic Land: England, Irland Jahr: 1999 Regie: Justin Kerrigan Darsteller: John Simm, Lorraine Pilkington, Shaun Parkes, Nicola Reynolds, Danny Dyer, Dean Davies Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★☆☆☆☆☆☆ 

VN:F [1.9.2_1090]
Leser: 10.0/10 (1 Bewertung eingegangen)
Human Traffic, 10.0 out of 10 based on 1 rating

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