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Gran Torino

Freitag, 20. März 2009 · Autor: bdm

Gran Torino Filmszene78 Lenze zählt Clint Eastwood mittlerweile, und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb der Film-Methusalem von aller Welt nur noch mit Samthandschuhen angefasst wird. “Gran Torino” ist kein schlechter Film, im Vergleich zu seinen Regiearbeiten “Mystic River” oder “Million Dollar Baby” aber doch ein Rückschritt für den großen weisen Mann des amerikanischen Kinos. Der Koreakriegsveteran Walt Kowalski muss in “Gran Torino” mitansehen, wie sein Viertel langsam vor die Hunde geht. Die Zuzugsrate steigt, Jugendgangs auf den Straßen, das Vorstadtidyll am Ende. Der Läuterungsprozess, den der beinharte Rassist durch die Bekanntschaft mit einer benachbarten Hmong-Familie durchmacht ist allerdings so rasant geraten, dass man dem Film sein arg gutmenschlich geratenes Ende schlicht und einfach nicht abnimmt. Gran Torino Cover Trotzdem hat “Gran Torino” seine Stärken: ob das nun der rüde Wortzwitz ist oder die selbstironische Art, wie Eastwood seine eigene kinomythologische Figur ins Seniorenalter versetzt. Wenn Mr. Selbstjustiz sich von gleich drei mandeläugigen Mütterchen mit fernöstlichem Naschwerk betütteln lässt, dann hat das jedenfalls eine ganz eigene Komik.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Gran Torino Land: USA, Australien Jahr: 2008 Regie: Clint Eastwood Darsteller: Clint Eastwood, Cory Hardrict, Geraldine Hughes Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★★☆☆☆☆☆ 

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Leser: 7.6/10 (5 Bewertungen eingegangen)
Gran Torino, 7.6 out of 10 based on 5 ratings

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