Goldrausch
Die Zeiten des Klondike-Goldrausches sind entbehrungsreich, hart und ungerecht: die Starken triumphieren über die Schwachen, die Reichen über die Armen. Der Held dieser endgültigen Durchbruchsproduktion von Chaplin, ein namenloser Goldgräber, lässt sich von diesen Umständen nicht abschrecken und reiht sich in die schier endlosen Kolonnen der Glücksritter mit ein. Bis zum ersten dicken Fund ist es ein langer und beschwerlicher Weg durch die unwirtliche Wildnis des amerikanischen Nordens, und als es dann endlich soweit ist, gibt es Ganoven genug, die ihm den Garaus machen wollen. Einzig der bärbeißige Big Jim steht dem stöckchenbewehrten Melonenträger zur Seite und hilft ihm in der zum gemeinsamen Rückzugsquartier auserkorenen baufälligen Hütte so manches Unwetter zu überstehen. Urkomische Szenen wie die halluzinierte Verwandlung in ein Huhn, das genüssliche Verspeisen eines Schuhs, der Überlebenskampf in der über den Abgrund kippenden Baracke oder der skurrile Brötchentanz machen „Goldrausch“ zu einem Muss für Humorfreunde der alten Schule und haben bis heute nichts von ihrem Witz verloren.
Gekonnt gelingt es Chaplin, die Grenzen zwischen Tragik und Komik auszuloten, die herzerweichende Musik tut das Übrige, um den Klassikerstatus zu sichern. Im Gegensatz zu späteren Werken wie „Moderne Zeiten“ oder „Lichter der Großstadt“ hält sich Chaplin hier mit Sozialkritik noch eher zurück. Trotzdem wird “Goldrausch” völlig zurecht zu den großen Stummfilm-Klassikern gezählt und gehört laut American Film Institute sogar zu den 100 besten US-Filmen aller Zeiten.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: The Gold Rush Land: USA Jahr: 1925 Regie: Charles Chaplin Darsteller: Charles Chaplin, Mack Swain, Henry Bergman Weitere Infos: IMDB, Amazon
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