Franck Spadone
Der professionelle Taschendieb Franck Spadone (Stanislas Merhar) arbeitet nach festen Prinzipien. Er hätte besser daran getan, sich vor allem an Regel Nummer 2 zu halten: Interessiere dich nie für deine Opfer. Denn als er sich in die laszive Stripperin Laura (Monica Bellucci) verguckt, gerät er zwischen die Fronten eines Gangsterkriegs. Doch Vorsicht: wer hier einen temporeichen Thriller erwartet, wird enttäuscht. Ganz im Gegenteil ist “Franck Spadone” Minimalismus pur, sehr langsam erzählt und dazu äußerst dialogarm. Seinen fein komponierten Bildern und dem schönen Score verdankt der Film eine gewisse Coolness, man fühlt sich zeitweise an Jarmusch oder Kaurismäki erinnert. Doch auch diese Stilmittel können nicht davon ablenken, dass hier wenig, zu wenig passiert und dass sich darüber hinaus die Motivationen der einzelnen Figuren manchmal nur schwer nachvollziehen lassen.
Am Ende gönnt sich der Film noch zwei, drei Finten und dann ist Spadone wieder da, wo er am Anfang stand. Ein Dieb mit Prinzipien, dessen dritte Regel besagt, sich seine Träume zu bewahren. Ein bisschen mehr Bodenhaftung hätte diesen 84 Minuten indes ganz gut getan. Denn unter dem Strich hat “Franck Spadone” von allem ein bisschen zu wenig: Anspruch, Spannung, Poesie.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Franck Spadone Land: Frankreich Jahr: 2000 Regie: Richard Bean Darsteller: Stanislas Merhar, Monica Bellucci Weitere Infos: IMDB, Amazon
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