Feind im Dunkel
Eher unspektakulär inszeniert Regisseur Henry Hathaway einen typischen Film-noir-Stoff – mit allen Zutaten, die damit zusammenhängen. Privatdetektiv Bradfort Galt (Mark Stevens) wird von seinem Partner auf unschöne Art hinter’s Licht geführt und muss dafür zwei Jahre ins Kittchen. Wieder draußen, schwört er, sich in Zukunft vor solchen zwielichtigen Gestalten in Acht zu nehmen. Zu seinem Pech hat die Vergangenheit aber noch nicht mit ihm abgeschlossen. Wenigstens hält seine Sekretärin Kathleen (Lucille Ball) zu ihm, so dass er dem Feind nicht chancenlos gegenüber steht. So durchschnittlich wie die Handlung klingt, ist sie leider auch. Überraschende Wendungen oder gar falsche Fährten werden von vornherein kaum eingebaut, die Rolle jedes Einzelnen scheint von Anfang an klar festzustehen. Spannung baut sich so natürlich nur schwerlich auf. Zum Glück des Films bietet dieses Medium mehrere Komponenten, die im besten Fall perfekt miteinander harmonieren.
Wo der Plot hier also nicht allzu packend ausgefallen ist, kann “Feind Im Dunkel” wenigstens mit seinen Bildern überzeugen. Weltbewegend ist das sicher nicht, aber so gut, dass man dem Geschehen gerne folgt und das Ganze nicht zur einer Quälerei ausartet. Die Ära des Film noir hat sicherlich so einige Perlen zu bieten, dieser Streifen reiht sich jedoch nur im durchschnittlichen Mittelfeld ein.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: The Dark Corner Land: USA Jahr: 1946 Regie: Henry Hathaway Darsteller: Lucille Ball, Clifton Webb, Mark Stevens Weitere Infos: IMDB, Amazon
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