Farewell, My Lovely
“Zwei Klischees sind lächerlich, 100 Klischees sind ergreifend” hat Umberto Eco einmal festgestellt und es gibt kein Zitat, das auf diesen schnörkellos runtererzählten Hardboiled-Streifen mehr zutreffen würde. “Farewell, My Lovely” hat nichts zu bieten, was unzählige Spartenbrüder nicht schon früher – und manchmal sogar besser – gezeigt haben. Es funktioniert trotzdem. Ein ausgezehrter Robert Mitchum schlüpft als Nachfolger von u.a. Humphrey Bogart in die Rolle des legendären Schnüfflers Philip Marlowe, der zwar ziemlich fertig mit der Welt ist, sich mit Whiskey und Zynismus bewaffnet aber trotzdem weiter durch’s Dasein schleppt. Auf seiner Ermittlungsodyssee im Los Angeles der 40er Jahre begegnet er sarkastischen Bullen, geheimnisvollen Schönheiten, schwitzigen Mafiaschlägern und monsterbrüstigen Puffmüttern, er treibt sich in Negerkaschemmen und anderweitigen Bruchbuden herum und kommt bei seiner Suche nach einer verschollenen
Gaunerbraut natürlich auch schnell selbst in Lebensgefahr. Ein rauchiger Saxophon-Score und ein noch viel rauchigeres Voiceover rahmen diesen spannenden Trip durch den urbanen Moloch ein. Charlotte Rampling und Sylvester Stallone gibt’s als Beilage, was will man mehr.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Farewell, My Lovely Land: USA Jahr: 1975 Regie: Dick Richards Darsteller: Robert Mitchum, Charlotte Rampling, Sylvester Stallone Weitere Infos: IMDB, Amazon
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