Die Schwindler
Italien im Jahre 1955. Die Landbevölkerung wirkt in ihrer Einfachheit und Armut rückständig und ist weit entfernt von dem Glanz und dem Trubel der großen Städte – in diesem Fall Rom. Diesen Umstand nutzen drei Gauner schonungslos aus, indem sie, meist armen Leuten, Lügengeschichten auftischen, billige Waren für Unsummen verkaufen oder sie auf andere Weise über den Tisch ziehen. Auch die Taschen der gewerbsmäßigen Betrüger sind nicht gerade prall gefüllt: arm bestiehlt ärmer, ein paradoxes, aber nicht unrealistisches Szenario, das Federico Fellini hier entwirft. Ähnlich wie die Kumpels in “Die Müßigänger” stehen auch die drei Protagonisten in “Die Schwindler” vor einer ungewissen Zukunft, die wenig Positives verheißt. Ein Ausstieg ist kaum möglich. Und ebenso wie schon in “Die Nächte der Cabiria” gelingt Fellini der Blick auf die einfachen Leute, die den Glanz und die Versuchung,
für welche die Hauptstadt steht, stets vor Augen haben, aber insgeheim genau wissen, dass sie nie gänzlich dazugehören werden. Ein rundum gelungener neorealistischer Film, der trotz seines Alters nichts von seinem Charme verloren hat.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Il bidone Land: Italien, Frankreich Jahr: 1955 Regie: Federico Fellini Darsteller: Broderick Crawford, Richard Basehart, Giulietta Masina Weitere Infos: IMDB, Amazon
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