Der zehnte Tag
Als der reiche Millionärssohn Charles (Anthony Perkins) eines Morgens mit blutverschmierten Händen aufwacht und sich zu allem Überfluss an nichts mehr erinnern kann, versteht er die Welt nicht mehr. So zieht er seinen einzigen Freund Paul (Michel Piccoli) zu Rate, der ihm helfen soll, Licht in die Sache zu bringen. Das stellt sich aber als gar nicht so einfache Aufgabe heraus. Und allmählich beginnt sich Paul zu fragen, in was er da hineingeraten ist, weil das Ganze von einem einfachen Freundschaftsdienst zu einer Reise ohne absehbaren Ausgang wird. Es ist faszinierend anzuschauen, wie Claude Chabrol eine komplexe Geschichte flicht, mit der wohl keiner gerechnet haben dürfte. Bis zum Ende wird die Spannung durch Wendungen und lose Andeutungen aufrechterhalten. Die innovativen Ideen (Bsp.: das Bild erstarrt, der Darsteller spricht regungslos weiter – das wirkt wie eine Szene aus dem Theater) und die teils verstörend wirkende Musik machen dieses Werk aus dem Jahr 1971 zu einem sehenswerten Film
für jeden, der mit Psychothrillern etwas anfangen kann. Vielleicht hat es Chabrol mit der Story an der ein oder anderen Stelle etwas zu gut gemeint, weil sie auf den zweiten Blick nicht sonderlich schlüssig erscheint und so mit Sicherheit auch nur in einem Film wie diesem funktionieren kann.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: La décade prodigieuse Land: Italien, Frankreich Jahr: 1971 Regie: Claude Chabrol Darsteller: Anthony Perkins, Orson Welles, Michel Piccoli, Marlène Jobert, Guido Alberti Weitere Infos: IMDB, Amazon
Redaktion:










Kommentar zu diesem Beitrag