Der Name der Rose
Furchtbares ereignet sich in einem italienischen Kloster, als der Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) und sein wissbegieriger Schüler Adso (Christian Slater) dort verweilen. Eine Reihe dubioser Morde hält die Mönchschaft in Atem und stört das beschauliche Leben. Dadurch wird Williams Schnüffelinstinkt geweckt und sogleich macht er sich daran, den Täter dingfest zu machen. Überall, wo der spirituelle Frieden bedroht ist, ruft das – zumindest in Filmen wie diesem – natürlich die Inquisition auf den Plan, die nicht weniger als Teufelswerk hinter den Todesfällen sieht. Die Rollen sind damit klar verteilt. Der Inquisitor ist der fanatische, zurückgebliebene Kirchenmensch, der dem braven, weltoffenen William das Leben schwer macht. Der jedoch besitzt nicht nur Fähigkeiten, mit denen er selbst damals locker einen Computer hätte programmieren können, sondern weiß sich auch zu wehren. In Wirklichkeit waren Klöster mit einiger Sicherheit die friedvollsten Orte der damaligen, oft chaosreichen Zeit. Obwohl oder gerade weil die Örtlichkeit dadurch nicht mehr verfremdet werden könnte, bietet es sich an, gerade dort so einen Krimi spielen zu lassen. Regisseur Jean-Jacques Annaud kleidet seine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Umberto Eco in ein düsteres Gewand,
das hervorragend zu den kargen Landschaften und den armen Leuten passt, die um die Abtei herumstreunen, um etwas Essbares zu finden. Beim Finale meint er es dann doch ein wenig zu gut, aber wenn man in puncto Authentizität beide Augen zudrückt, weiß man sich über zwei Stunden gut unterhalten.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Der Name der Rose Land: Frankreich, Italien, Deutschland Jahr: 1986 Regie: Jean-Jacques Annaud Darsteller: Sean Connery, Christian Slater, Ron Perlman, F. Murray Abraham Weitere Infos: IMDB, Amazon
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