Der kleine Cäsar
Neben “Scarface” und “The Public Enemy” gilt Mervyn LeRoys “Little Caesar” gemeinhin als der dritte große Gangsterfilm der 30er Jahre. Eine geradlinige Aufstiegs- und Fallgeschichte mit schlapphüttigen Hinterzimmerganoven, vielen markigen Sprüchen und Edward G. Robinson in seiner ersten großen Rolle. Durch geschicktes Taktieren und unbarmherzige Härte kämpft sich der zynische Caesar Enrico Bandello in Chicago, der Stadt der Gangster, bis ganz nach oben. Auf dem Höhepunkt seiner Macht wendet sich das Blatt und der “Kleine Cäsar” landet wieder in der Gosse, aus der er gekommen ist. Nur einem Vorsatz kann er letztlich treu bleiben: nie von der verhassten Polizei in Handschellen abgeführt worden zu sein. Mit schmalen Lippen, kaltem Blick und explosivem Temperament liefert Robinson eine denkwürdige Vorstellung. Sein ‘Rico’ ist ein Unsympath durch und durch, dem es nie um etwas anderes geht, als um sich und den Ausbau seiner Macht. Und doch ist der Film nicht so gewalttätig wie man annehmen könnten: geschossen wird eher selten,
der Schwerpunkt liegt auf der Tragödie einer Freundschaft. Joe Massara (Douglas Fairbanks jr.) hat sich verliebt, will Tänzer werden und raus aus dem Milieu. Doch Cäsar hat für den Weiberberuf seines alten Kumpels nur Spott übrig und versucht ihn für das kriminelle Business zu vereinnahmen. Das stellt sich als fatale Fehlentscheidung heraus, die ihn am Ende den Kopf kostet.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Little Caesar Land: USA Jahr: 1931 Regie: Mervyn LeRoy Darsteller: Edward G. Robinson, Douglas Fairbanks Jr., Glenda Farrell Weitere Infos: IMDB, Amazon
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