Der ewige Gärtner
Nach seinem vierfach oscarnominierten Favela-Drama “City of God” wechselt Brasiliens bekanntester Regisseur Fernando Meirelles den Kontinent. In “Der ewige Gärtner” erzählt er die Geschichte des verhuschten britischen Diplomaten Justin Quayle (Ralph Fiennes), der in Kenia nach der Ermordung seiner Frau Tessa (Rachel Weisz) den finsteren Machenschaften eines Pharmakonzerns auf die Spur kommt. Die Handkamera spuckt authentisch wirkende Bilder vom schwarzen Kontinent aus, doch verfranst sich die Story relativ bald irgendwo zwischen Drama, Romanze und Thriller. Regelmäßige Rückblenden geben Einblick in die nicht immer unproblematische Ehe des ungleichen Paares – leider auf Kosten des Erzähltempos. Trotzdem haben auch diese Szenen ihre Berechtigung. Die Stimmung von Misstrauen und diffuser Bedrohung, die über dem gesamten Film liegt, erreicht ihren Höhepunkt, als Quayles Frau für ihn (und uns) immer mehr zur Fremden wird.
An diesem Punkt nun hätte Meirelles einige unerwartete Wendungen aus dem Ärmel schütteln müssen. Stattdessen belässt er es dabei, die Geschichte in bewährter Manier zu Ende zu bringen. Das macht aus “Der ewige Gärtner” einen Film, der weit, sehr weit ausholt – und dann ein Luftloch schlägt.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: The Constant Gardener Land: England, Deutschland Jahr: 2005 Regie: Fernando Meirelles Darsteller: Ralph Fiennes, Rachel Weisz, Hubert Koundé, Bill Nighy, Pete Postlethwaite Weitere Infos: IMDB, Amazon
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