Bugsy
Bugsy Siegel (Warren Beatty) hält nicht viel von Geschäftemachereien im Dunkeln und im kleinen Stil. Vielmehr haut er ordentlich auf die Pauke – und wo er auftaucht bleibt kein Frauenherz unerobert. Diese direkte, sehr indiskrete Art geht seinem Auftragsgeber, der New Yorker Mafia, ziemlich auf die Nerven und als Bugsy auch noch plant, mitten in der Wüste Nevadas ein Spielkasino zu eröffnen, halten ihn seine Mitstreiter für nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Barry Levinson (”Sleepers”, “Rain Man”) lässt das Amerika zur Zeit des 2. Weltkrieges herrlich pompös wiederauferstehen. Von den Leiden des Krieges bekommt man allerdings so gut wie nichts mit, was in diesem Falle insofern genau richtig ist, als dass der Fokus völlig auf dem Geldadel der damaligen Zeit liegt, mit all seinen Träumen und ausufernden, maßlosen Feiern. So verwundert es nicht weiter, dass der Film zwei wichtige Oscars für die beste Ausstattung und die beste Kostüme bekommen hat – und das absolut verdientermaßen. Eigentlich hätte noch ein weiterer für die großartige Darstellung Warren Beattys fällig sein müssen,
der den smarten und gleichzeitig sehr brutalen Ganoven mimt, wie man es brillianter und überzeugender nicht hätte tun können. Das große Manko des Films – wie übrigens der meisten Gangsterstreifen – ist, dass er keine eigene Bildsprache findet und sich lieber im Fahrwasser vorhergehender Werke aufhält, anstatt neue Akzente zu setzen.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Bugsy Land: USA Jahr: 1991 Regie: Barry Levinson Darsteller: Warren Beatty, Annette Bening, Harvey Keitel, Ben Kingsley, Eliott Gould, Joe Mantegna Weitere Infos: IMDB, Amazon
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