16 Blocks
War schon John McLane ein Anti-80er-Jahre Actionheld, verwundbar und leidend, so spielt Bruce Willis in “16 Blocks” einen Anti-John McLane. Willis mit Wumme, da hat man unweigerlich einen verdreckten, im Unterhemd agierenden Burschen vor Augen, der nur “zur falschen Zeit am falschen Ort” war. Doch wo McLane mittlerweile ebenso zu einem neuen Heldenprototypen geworden ist, so wenig ist davon doch dann letztendlich hier zu sehen. Jack Mosley ist ein alkoholisiertes Hinkebeinchen und verfügt weder über die toughe Physis noch über sonstige, außerordentliche Fähigkeiten. Willis demontiert sein eigenes Image und selten konnte man einen so verwundbaren und sich gequält dahinschleppenden Protagonisten in einem Actionthriller sehen. Was aber in diesem Falle als besonders positiv anzumerken ist. Willis mit Wampe wirkt wie ein echter Charaktermime in einem ansonsten recht gewöhnlichen, geradlinigen Actionfilm, selten hat man ihn so gut spielen sehen und er allein trägt ungemein dazu bei, dass “16 Blocks” durchaus zu unterhalten weiß. Ihm zur Seite gestellt wurde Mos Def, der die undankbare Rolle des “Buddies” übernehmen darf, ein typischer Schwarzer in einem Buddymovie, der nie sein loses Mundwerk zu halten weiß. Mos Def macht jedoch das Beste draus und lässt durchaus Talent durchblitzen.
Und David Morse erweist sich als würdiger, wenn auch nicht übergroßer Gegenspieler. “16 Blocks” ist kurz, knackig, tut niemandem weh, ist fernab großartiger Innovation und hat ein recht kitschiges Feel-Good-Ending…doch ausnahmsweise mal sei dieses toleriert. Für ein gemütliches Zwischendurch zu empfehlen.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: 16 Blocks Land: Deutschland, USA Jahr: 2006 Regie: Richard Donner Darsteller: Bruce Willis, Mos Def, David Morse Weitere Infos: IMDB, Amazon
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