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Monday

Donnerstag, 8. September 2016 · Autor: Mr. J.

monday_sceneMontag ist Schontag, so sagt man. Oder der Tag am Wochenanfang, an dem Takagi besser im Bett geblieben wäre. Aber man kann es sich eben nicht aussuchen, wenn die Sonne ins Zimmer glotzt und die Vögel unbeirrt und mit nervig guter Laune den Morgen begrüßen. Irgendwann muss man die schweren Lider öffnen – und bei Takagi sind diese mal so richtig schwer. Trinken muss gelernt sein und leichter wird das Aufstehen mit einem Kater auch nicht. Ganz blöd wird die Sache, und da werden die anderen Dinge ganz schnell zu Nebensächlichkeiten, wenn man weder weiß, wo man sich befindet, noch wie man hierher kam, noch was man letzte Nacht getan hat. Aber, und an dieser Stelle ein Hoch auf das Gedächtnis, der Hauptcharakter des Films beginnt sich zu erinnern. Zu seinem Pech – aber zur Freude des Zuschauers. Denn “Monday” ist alles anderes als ein normaler Film. Ein Film, der polarisiert aber dennoch, oder genau deswegen, keinen unberührt lässt – herrlich, diese abgegriffenen Sätze. Jedenfalls erlebt Takagi mehr oder weniger Skurriles. Ob man jedoch mit der Erzählweise, so großartig einige Ideen auch sein mögen, von Hiroyuki Tanaka zurechtkommt, das muss jeder für sich entscheiden. Leute die z.b. einer “Traum- bzw. Triplogik“ nicht gerne folgen oder unbedingt einen Sympathieträger als Identifikationsfigur brauchen, monday_coverdie sollten um den Stoff einen Bogen machen. Andererseits sollte aber auch derjenige zum Arzt gehen, sehr schnell, der sich mit Takagi identifizieren kann. Wohlan, ein jeder mag entscheiden, ob er sich diesen nicht gerade leichten Stoff aus Japan geben möchte.

Zusätzliche Informationen zum Film

Originaltitel: Monday Land: Japan Jahr: 2000 Regie: Hiroyuki Tanaka aka SABU Darsteller: Shin’ichi Tsutsumi, Yasuko Matsuyuki, Ren Ohsugi Weitere Infos: IMDB, Amazon

Redaktion:
★★★★☆☆☆☆☆☆ 

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