Kung Fu Panda
Natürlich wollen mittlerweile alle größeren Filmstudios einen Stück vom großen Animationskuchen haben und so vergeht kein Kinojahr ohne einen neuen großen Blockbuster, der vollends am Computer entstanden ist und die ganze Familie unterhalten soll. Dass dabei neben einigen großartigen Werken auch viel Ausschussware produziert wird, muss man leider in Kauf nehmen. Wo reiht sich nun “Kung Fu Panda” ein?Nun vermutlich irgendwo dazwischen. Inhaltlich wird bei diesem Titel natürlich mal wieder die ewiggleiche, unkomplizierte Geschichte des Versagers, der zum Helden wird, erzählt. Dieses Basiserzählmuster kann man angesichts der Zielgruppe eigentlich kaum noch als Kritikpunkt ansehen. Auch, dass die meisten Figuren kaum einer nennenswerten Charakterisierung unterzogen werden, stört angesichts der kurzen Spielzeit nicht, zumal die wichtigsten mit genug Leben und Hintergrund gefüllt werden. Natürlich verzichtet auch “Kung Fu Panda” nicht auf schon mehrfach gesehene Gags, weshalb er nicht gerade zu den lustigsten Vertretern seiner Genrezunft zählt und man deshalb jetzt denken könnte, dass er eher zu besagter Ausschussware zählen könnte. Was ihn jedoch hervorhebt ist die Tatsache, dass man sich nicht damit begnügt hat, einfach eine Geschichte in die Tierwelt zu verlegen. Hier hat diese Entscheidung mit der Verknüpfung der Komponente der fernöstlichen Kultur und der dem Film umwehenden (und damit in diesem Genrekontext bereichernden) asiatischen Mystik Hand und Fuß. Im Kung-Fu sind die, durch die Nebenfiguren repräsentierten Kampfstile wie Tiger, Kranich oder Gottesanbeterin, einfach real existent und da man auch nie diesen Weg der großen Easternhommage verlässt, ergibt sich daraus ein in sich stimmiges, passendes Gesamtbild. Erstaunlicherweise überzeugt auch die Action von vorne bis hinten. Die Kämpfe sind mal witzig, mal überwältigend und stets gelungen choreographiert und
können dabei natürlich auch aus den Möglichkeiten des Animationsfilms schöpfen. “Kung Fu Panda” ist vielleicht kein Meilenstein des Genres oder gar des Kinos an sich, das Easternthema und seine Umsetzung sind jedoch erfrischend und eine willkommene Abwechslung (im Mainstreamanimationsgenre wohlgemerkt), sodass man ruhig einen Blick riskieren sollte.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Kung Fu Panda Land: USA Jahr: 2008 Regie: Mark Osborne, John Stevenson Weitere Infos: IMDB, Amazon
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