Escape Plan
Neues aus der geriatrischen Abteilung: nach “Expendables 2″ sind Schwarzenegger und Stallone erneut gemeinsam vor der Kamera zu sehen, um ihrer in die Jahre gekommenen Vorstellung von Actionkino zu frönen. Die Handlung von “Escape Plan”, entstanden unter der Regie des eher mittelmäßigen Schweden Mikael Håfström (”Zimmer 1408″, “Shanghai”) lässt sich wie erwartet in einem kurzen Satz zusammenfassen: Stallone und Schwarzenegger brechen zusammen aus dem Knast aus. Natürlich nicht aus irgendeinem, sondern aus dem absolut sichersten aller sicheren Ultrageheimgefängnisse des Planeten. Mit ganz viel High-Tech-Sachen drin und einem fies säuselnden Direktor (Jim Caviezel), für dessen prügelfreudiges Wachpersonal der Tag nur gut gelaufen ist, wenn es wenigstens einen Unruhestifter in die “Hitzezelle” zu verfrachten gab. Dass die beiden alten Herren eigentlich unschuldig wie Klosterschülerinnen sind, versteht sich von selbst und so setzt man nun mit vereinten Kräften alles daran, dieser Anstalt mit dem schönen Namen “The Tomb” irgendwie zu entfliehen. Das aber stellt sich als schwieriger heraus, als zunächst angenommen. Wo die “Expendables”-Reihe allein durch das exzessive Namedropping noch punkten kann, bleibt in diesem Fall leider nur die traurige Erkenntnis: “Escape Plan” ist Kino von gestern mit Stars von gestern. Ein Relikt von einem Actionfilm, das es in Zeiten hochkomplexer Serienformate und rekordbrechender Comic-Adaptionen so eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Das allein wäre noch nicht so schlimm, wenn es denn wirklich ein Streifen wäre, der in irgendeiner Weise Kultpotential zu bieten hätte.
Gute Oneliner, harte Action. Und eben nicht ein unglaublich lahmes Machwerk mit zwei bemüht selbstironischen Dinosauriern, die einfach den letzten Schuß nicht gehört haben. Aber es hilft wohl alles nichts: they will be back.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Escape Plan Land: USA Jahr: 2013 Regie: Mikael Håfström Darsteller: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, 50 Cent, Jim Caviezel, Vincent D’Onofrio, Vinnie Jones Weitere Infos: IMDB, Amazon
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