Die Fälscher
Salomon Sorowitsch (Karl Markovics) ist ein ausgebuffter Gauner, dem so schnell keiner das Wasser reicht. Sein Spezialgebiet ist das Fälschen von Dokumenten und Geld – Papieren also, die man während des Dritten Reiches – sofern man nicht auf der Seite der Nazis steht – mitunter gut gebrauchen kann. Als Jude hat er es in dieser Zeit natürlich doppelt schwer und so wird er eines Tages bei einer seiner Aktivitäten geschnappt, verhaftet und dann in ein KZ verfrachtet. Zu seinem “Glück” wurde aber auch den Nationalsozialisten das Geld mit ihrer Kriegstreiberei knapp, so dass im KZ Sachsenhausen die “Operation Bernhard” ins Leben gerufen werden musste. Ziel der Aktion ist es, englischen Pfund- und amerikanische Dollarnoten im ganz großen Stil zu fälschen. Nun entsteht für die Zwangsarbeiter ein sehr delikates Dilemma: je besser die Aktion läuft, desto eher wird ihre eigene Vernichtung verzögert. Auf der anderen Seite finanziert man mit dieser Aktion den Feind und dessen Krieg. Diese grausige Zwickmühle arbeitet Regisseur Stefan Ruzowitzky gekonnt heraus. Als gutes, mahnendes Gewissen fungiert August Diehl, der aber nicht gänzlich zu überzeugen weiß.
Diesen Part übernehmen Karl Markovics und Devid Striesow, der seinem SS-Charakter eine unheimliche Tiefe verleiht. Besonders interessant an “Die Fälscher” ist aber das behandelte Thema: wohl zum ersten Mal findet dieser Stoff den Weg auf die Leinwand und es hat sich wahrlich gelohnt.
Zusätzliche Informationen zum Film
Originaltitel: Die Fälscher Land: Österreich, Deutschland Jahr: 2007 Regie: Stefan Ruzowitzky Darsteller: Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow Weitere Infos: IMDB, Amazon
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